Neben der allgemeinen Krankengymnastik bieten wir in unserer Praxis Wärme- und Kälteanwendungen, sowie Schlingentischbehandlung an. Ebenso werden auf Verordnung auch Hausbesuche durchgeführt.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Krankengymnastik KG
  • Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis KG ZNS (PNF)
  • Manuelle Lymphdrainage
  • CMD
  • Triggerpunkttherapie
  • Ultraschall
  • Funktionelle Beckenboden Therapie
  • Schlingentisch
  • Wärme- & Kältetherapie
  • weitere Gesundheitsangebot im Menü

Auf folgende Behandlungsmethoden haben wir uns spezialisiert und bilden uns ständig weiter:

PNF:

PNF steht für: Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation.

Ihr Körper verfügt über unterschiedliche Sinnesorgane. Durch die so genannten Bewegungsfühler (Rezeptoren) nehmen Sie wahr, wie Ihr Körper sich bewegt oder in welcher Position er sich befindet („Propriozeptiv“). Daher wissen Sie ohne hinzusehen, ob Sie zum Beispiel Ihr Knie gerade strecken oder beugen. Eine PNF-Therapie regt diese Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen durch gezielte Stimulation an und aktiviert sie. Durch die Stimulation wird die Wahrnehmung gefördert, sie ist entscheidend für Bewegungsorganisation. PNF fördert somit das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Gehirn, Nerven und Muskeln („Neuromuskulär“). Arbeiten sie gut zusammen, fallen Ihnen alle alltäglichen Bewegungen leichter („Fazilitation“).

PNF ist Konzept, Therapiemethode und Technik zugleich.

Dabei ist besonders hervorzuheben, dass sich PNF  an den Ressourcen des Patienten orientiert und diese gezielt zur Verbesserung der Bewegungs- und Haltungskontrolle einsetzt. D.h., dass zur Verfügung stehende Fähigkeiten von besonderem Interesse sind. Machen Sie folgendes kleines Experiment: Drücken Sie Ihre Hand kräftig auf den Tisch, vor dem Sie gerade sitzen.

Sie werden sogleich merken, dass Ihre Bauchmuskeln zu arbeiten beginnen. So kann ein kräftiger Arm genutzt werden, um schwache Bauchmuskeln zu aktivieren. Jeder PNF Therapeut kennt die Zusammenhänge unserer motorischen Organisation und kann so Ihre guten Fähigkeiten gezielt einsetzen. Viele Wiederholungen der zu erlernenden Bewegung in variablen Kontexten führen schließlich zum Therapieerfolg. PNF kann Menschen mit Störungen des Bewegungs- oder Stützapparates helfen, ihre Sicherheit und Selbständigkeit zu verbessern und Schmerzen zu beheben oder zu lindern. PNF wird beispielsweise angewendet bei: Querschnittlähmung, Multiple Sklerose, Schädel- Hirn- Trauma, Schlaganfall, Gelenkoperationen, Sportunfällen, Gesicht- Mund- und Schluckbeschwerden

Die Therapie verbessert die bewusste und unbewusste Steuerung der Körperhaltung und Bewegung. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen fördert PNF lebenserhaltende Funktionen wie die Atmung, das Essen und das Schlucken.

Manuelle Lymphdrainage:

Die Manuelle Lymphdrainage kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Abfluss von Lymphflüssigkeit im Körper gestört ist. Sogenannte Ödeme entstehen entweder durch Traumata oder nach Operationen. Die Transportkapazität des Lymphsystems ist gestört und kann so die anfallende Lymphflüssigkeit nicht mehr abtransportieren. Es kommt zur Flüssigkeitsansammlung im Gewebe.  Klassische erworbene Lymphödeme in den Extremitäten entstehen beispielsweise nach Krebsoperationen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Manuellen Lymphdrainage sind traumatische oder orthopädische Erkrankungen, die mit einer Schwellung verbunden sind, wie beispielsweise Zerrungen oder Muskelfaserrisse, aber auch die Behandlung von angeborenen Lymphödemen, den sogenannten primären Lymphödemen.

Bei der Behandlung werden bestimmte Grifftechniken angewendet, um das Lymphsystem zum Abtransport der Flüssigkeit zu aktivieren. Die Manuelle Lymphdrainage wirkt ebenso entspannend,  tonussenkend auf die Muskulatur, schmerzlindernd und in einigen Fällen auch anregend auf den Magen- Darm- Trakt.

Zusätzlich zur Manuellen Lymphdrainage kann eine Kompressionsbandagierung- oder bestrumpfung angewendet werden.

 

Triggerpunkt Therapie:

„To trigger“ bedeutet soviel wie „etwas auslösen“. Triggerpunkte sind einfach ausgedrückt verhärtete Muskelzonen, die zwar oft nicht mehr als erbsengroß sind, dennoch aber große Beschwerden bewirken können. Gesunde Muskeln spannen sich an und entspannen sich wieder. Entsteht ein Triggerpunkt, so kann man das mit einem Dauerkrampf an der enstprechenden Muskelfaser vergleichen. Triggerpunkte senden Schmerzsignale aus. Entweder entsteht der Schmerz da, wo sich der Trigger befindet oder aber die Schmerzen werden an weiter entfernten Arealen des Körpers ausgelöst. Klassisches Beispiel für Triggerpunkte sind ausstrahlende Schmerzen ins Bein, von denen man annimmt, dass sie von einem Bandscheibenvorfall ausgelöst werden. Schmerzauslösende Triggerpunkte können eine sehr ähnliche Symptomatik verursachen. Daher sollte man besonders vor operativen Eingriffen an der Wirbelsäule ausschließen, dass es sich um einen Triggerschmerz handelt. Triggerpunkte, die nicht behandelt werden, können weitreichende Folgen haben. So kommt es beispielsweise zur dauerhaften Veränderung von Muskelsträngen oder aber zu Fehlhaltungen, die chronische Schmerzen verursachen können.

Durch eine genaue Befunderhebung ist es uns möglich, den Triggerpunkt genau einzugrenzen, die Muskelspannung durch die anschließende gezielte Behandlung deutlich zu verbessern und schließlich den Triggerpunkt zu lösen.

Beckenboden Therapie:

Der Beckenboden ist ein Muskel, der in der Beckenhöhle liegt. Er kann anspannen, entspannen und auch gegenhalten. Das Anspannen sichert die Kontinenz bei Frauen und Männern. Entspannung des Beckenbodens ist beim Wasserlassen oder Stuhlgang notwendig, das reflektorische Gegenhalten beim Husten oder Niesen, um Urinverlust gegenzusteuern. Ist die Funktion des Beckenboden aufgrund von Schwangerschaften, Entbindungen, Operationen oder Nervenläsionen gestört, so kann das für die oder den Betroffenen sehr belastend werden. Schwächen der Muskulatur können jedoch durch gezielte Diagnostik und individuelles Training behoben werden. Die Beckenboden Therapie wird bei Frauen wie Männern gleichermaßen angewendet. Die Funktion des Beckenbodens wird verbessert und der Patient gewinnt somit an Lebensqualität. Nicht nur ältere Patienten leiden unter einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur. Auch viele jüngere Menschen haben bereits diese Probleme. Häufig deuten auch Beschwerden im unteren Rücken, Menstruationsbeschwerden oder Beschwerden nach der Schwangerschaft auf eine Dysfunktion des Beckenbodens hin. Klassische Behandlungsbereiche der Funktionellen Beckenbodentherapie sind Patienten nach Schwangerschaft, gynäkologischen, urologischen oder proktologischen Operationen, aber auch neurologische Erkrankungen oder Nervenläsionen. In der Behandlung erfolgt nach der ausführlichen Befunderhebung das Wahrnehmen und Sensibilisieren für die Beckenbodenmuskulatur sowie einfache Kräftigungsübungen. Zur Prävention werden dem Patienten Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlverhalten den Beckenboden betreffend aufgezeigt. Ebenso werden in unserer Praxis regelmäßig Kurse zum Funktionellen Beckenboden Training in kleinen Gruppen je nach Beschwerdebild angeboten.

CMD- Cranio Mandibuläre Dysfunktion:

Diese drei Buchstaben besagen, dass zwischen dem Schädel (Cranium) und dem Unterkiefer (Mandibula) ein Problem vorliegt. Die meisten Patienten mit einer Cranio mandibulären Dysfunktion klagen über Kopfschmerzen, Kieferschmerzen, Nackenschmerzen und Gesichtsschmerzen. Aber auch Tinnitus und Schwindel, sowie Rückenschmerzen bis hin zu Knieschmerzen können auftreten. Hierbei muss aber nicht immer eine Fehlstellung des Kiefers Auslöser sein. Auch Wirbelblockaden oder Fehlhaltungen können diese Beschwerden auslösen. Die Patienten haben häufig einen hohen Leidensdruck. Aber diese Dysfunktion ist heilbar. Durch die gezielte, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt kann die Physiotherapie zusätzlich zu weiteren Therapien zur dauerhaften Beschwerdefreiheit führen. In der physiotherapeutischen Behandlung wird die Muskelspannung (Tonus) der Kiefer- und Nackenmuskulatur reguliert. Ebenso werden Haltungskorrekturen vorgenommen, die zur Dysfunktion geführt haben. In unserer Behandlung erhält der Patient Eigenübungen zur Muskelentspannung und wird bezüglich vorbeugenden Maßnahmen beraten.

Ultraschall Therapie:

Ultraschall Therapie ist eine thermische Anwendung mit hochfrequentem Schall. Sie wird eingesetzt zur Schmerzlinderung und um die Selbstheilung des Körpers anzuregen. Typische Anwendungsbereiche sind Muskelverspannungen, Narben- und Gewebsverklebungen, Sehnenentzündungen (Schleimbeutelentzündungen), Fersensporn, Achillodynie.

Kinesio Tape:

Der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelte in den 70er Jahren gemeinsam mit der Firma Nitto Denko das Kinesio Tape. Ein Kinesio Tape ist elastisch und selbstklebend und soll größtmögliche Bewegungsfreiheit ermöglichen.  Mobilisation bei Verletzungen, so weiß man heute, ist zielführender als die Ruhigstellung von Gelenken. Ziel war es also, Gelenke nach Sportverletzungen nicht ruhig zu stellen, sondern zu mobilisieren. Durch die fachmännische Anlage des Tapes wird zum einen also die Beweglichkeit nicht gestört und zum anderen ein Massageeffekt auf die betroffene Muskulatur erreicht. Kineso Tape wird mittlerweile aber nicht nur nach Verletzungen verwendet. Eine Tapeanlage ist auch zur Prophylaxe oder zur Faszientherapie sinnvoll. Die elastischen Bänder werden in mehr oder weniger gedehnter Form auf die Haut aufgebracht. Durch seine elastische Eigenschaft wirkt das Tape massierend und somit durchblutungsfördernd und schmerzlindernd auf die jeweilige Körperregion.

Typische Anwendungungsbereiche sind Achillssehnenbeschwerden, Migräne, Ischialgien, Schulter- Nacken- Beschwerden, Tennisarm oder Karpaltunnelsyndrom.